Wahlergebnisse Baden-Württemberg

Die Wahlergebnisse in Baden-Württemberg aktuell

Baden-Württemberg gehört seit 1952 zur Bundesrepublik. Politisch kann das Land als bürgerlich-konservativ charakterisiert werden, wie die Wahlergebnisse in Baden-Württemberg zeigen: Von den neun bisherigen Ministerpräsidenten gehören sieben der CDU an; der erste Ministerpräsident kam aus dem Lager der FDP/DVP – seit 2011 amtiert der Grüne Winfried Kretschmann. Der Landtag wird in Baden-Württemberg seit 1996 regulär alle 5 Jahre gewählt; zuvor traten die Wähler alle vier Jahre an die Urnen: seit 1952 gab es in Baden-Württemberg 16 Wahlen.

Wahlergebnisse Baden-Württemberg im Überblick

Die letzte Landtagswahl fand 2016 statt. Nachdem der Grüne Winfried Kretschmann bereits seit 2011 als Ministerpräsident amtierte, ging seine Partei 2016 als stärkste Fraktion hervor.

Wahlergebnisse Baden-Württemberg – die letzte Landtagswahl

Die Wahlergebnisse bei der Wahl 2016 präsentieren sich wie folgt. Das „Bündnis 90/Die Grünen“ konnte 30,3 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen (+6,1 Prozent-Punkte). Auf die CDU entfielen 27 Prozent der Stimmen (-12), auf die Alternative für Deutschland AfD 15,1 (+15,1), auf die SPD 12,7% (-10,4); und auf die FDP 8,3 (+3). Die Linke verpasste mit 2,9 Prozent den Landtags-Einzug; alle anderen Parteien kamen auf 3,7 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung wird mit 70,8 Prozent beziffert, 4,3 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2011

Dieses Ergebnis führt zu folgender Mandatsverteilung der 120 regulären und 23 Direktmandate: Die Grünen verfügen über 47 Mandatare, die CDU über 42, die AfD über 23, die SPD über 19 und die FDP über 12. Aufschluss über die Entwicklung der politischen Stimmung in Baden-Württemberg bieten außerdem die aktuellen Erhebungen der Sonntagsfrage.

Landtagswahlen in Baden-Württemberg historisch – Besonderheiten früherer Wahlen

Wahlergebnisse Baden Württemberg – die letzten 3 Wahlen

Bei der Wahl 2011 ging die CDU als stimmenstärkste Fraktion hervor: konkret mit 39 Prozent. Die SPD kam in diesem Jahr auf 23,1 Prozent, die Grünen auf 24,2, die FDP 5,3. Die Linke (2,8%) und alle anderen Parteien (5,6%) scheiterten an der 5-Prozent-Hürde. Bemerkenswert an dieser Wahl: Die CDU musste sich erstmals seit 1953 aus der Regierung zurückziehen; sie erreichte mit der FDP keine Regierungsmehrheit mehr. So führte mit Winfried Kretschmann erstmals ein Grün-Politiker ein Bundesland an.

Die Wahl 2006 sah mit 53,4 Prozent die geringste Wählerbeteiligung in der Geschichte Baden-Württembergs. Die CDU konnte 44,2 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen, die SPD 25,2, die Grünen 11,7 und die FDP 10,7; die Linke und die anderen politischen Gruppierungen verpassten den Einzug in den Landtag. Die Koalition aus CDU und FDP unter Ministerpräsident Öttinger blieb im Amt.

2001 konnte die SPD mit 33,3 Prozent zwar einen Achtungserfolg erzielen: erstmals seit knapp 30 Jahren legte sie an Stimmen zu. Die CDU blieb mit 44,8 Prozent jedoch klar die stärkste Partei. Auf die Grünen entfielen 7,7, auf die FDP 8,1 Prozent der Stimmen. Die seit 1992 im Landtag vertretenen Republikaner wurden nicht mehr in die Legislative gewählt (4,4%).

Wahlergebnisse Baden-Württemberg: Wahlen vor 1998

In der Periode zwischen 1952 und 1998 sah Baden-Württemberg zwölf Landtagswahlen. Bei allen Wahlen ging die CDU als stärkste Partei hervor. Zwischen 1972 und 1984 konnte sie die absolute Mehrheit für sich verbuchen. Bis in die 1970er fiel das Gros der restlichen Stimmen auf die zweite Volkspartei, die SPD: sie erzielte 1972 mit gut 37 Prozent ihr bestes Ergebnis. In den 1980er betraten neue politische Parteien die Bühne, insbesondere die in Karlsruhe gegründeten Grünen.

Das Wahlrecht bei Baden-Württemberger Landtagswahlen

Das Wahlsystem des Bundeslands Baden-Württemberg verbindet Elemente der Persönlichkeits- mit Ideen der Verhältniswahl. So stehen in jedem Wahlkreis Kandidaten zur Wahl, die einer Partei angehören; es existieren 9 Stadt- und 35 Landkreise. Verhältniswahlrecht heißt: diese Wahl wir auf ein landesweites Ergebnis umgelegt. Berücksichtigt werden allerdings nur Parteien, die bei der Wahl mindestens 5% erreicht haben.

Da es keine feste Landesliste gibt, kann das Wahlsystem als personalisierte Verhältniswahl ohne Listen bezeichnet werden Jeder Wähler hat eine Stimme, die er für eine Person in seinem Wahlkreis abgeben kann.

Die Wahlperiode beträgt seit 1996 5 Jahre. Aktiv sowie passiv wahlberechtigt sind alle deutschen Bürger, die älter als 18 sind – und seit mindesten drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben.

Fazit zu den Wahlergebnissen Baden-Württemberg

Gemessen an der Mitgliederzahl sind die großen Volksparteien CDU und SPD weiter die stärkste Partei. Die stimmenstärkste Fraktion sind seit der Wahl 2016 aber die Grünen; die AfD zog bei dieser Wahl erstmals in den Landtag ein – mit dem stärksten Ergebnis in den alten Bundesländern. Neben den Wahlergebnissen hat sich auch die Zusammensetzung der Wähler gewandelt. 1980 war ein Viertel der Wähler über 60, mittlerweile ist es gut Drittel. Die Wahlbeteiligung zeigt keinen klaren Trend: am höchsten war sie 1972 mit 80, am niedrigsten 2006 mit 53,4 Prozent.